Botox und die anderen bequemen Helfer für die Haut

Die Methoden zur Behandlung von Falten sind vielfältig. Sie reichen von der Schwächung der Muskulatur (Botulinumtoxin), über Unterspritzungen (Hyaluronsäure, Polylactid, Eigenfett) oder die chemische Hauterneuerung (AHA, TCA, etc.) bis hin zum Lifting.

1. Botox

Das Botulinumtoxin ist ein hochwirksames, aus einem Protein bestehendes Gift, welches auf nervlicher Ebene – vor allem bei der Signalübertragung vom Gehirn zu den Muskeln – im Körper wirkt. Dabei wird die Kontraktion des Muskels je nach Dosierung schwächer oder fällt sogar total aus. Neben der Bezeichnung Botulinumtoxin sind auch BTX, Botox oder Botulinustoxin weit verbreitete Synonyme. Die Anwendung des Wirkstoffes Botox gegen Falten ist inzwischen allerdings so gängig und durch Medien bekannt gemacht worden, daß sich der Begriff Botox unabhängig von der genauen Bezeichnung des verwendeten Medikamentes weitgängig als eigenständiger Begriff für das gesamte Therapieverfahren durchgesetzt hat.

Das Spritzen – oder spritzen lassen – von Botox ist mittlerweile salonfähig geworden. Dabei ist Botox nicht unumstritten und wenn man sich folgendes überlegt, auch nicht ungefährlich, denn: Da Botulinumtoxin ein starkes Gift ist, wird jede Produktionseinheit an Mäusen getestet. Es wird Gruppen von Mäusen in verschiedenen Konzentrationen in die Bauchhöhle injiziert, um die Dosis zu ermitteln zu können, bei der die Hälfte der Tiere durch Atemlähmung stirbt. Na Mahlzeit!

2. Lifting

Erstmals wurde Lifting in den 70er Jahren praktiziert. Die Gesichtsstraffung (Facelift oder allgemein Lifting), ist ein chirurgischer Eingriff – besser bekannt als Schönheitsoperation - im Gesicht eines Menschen, und wird üblicherweise unter Vollnarkose durchgeführt. Dabei soll die Gesichtshaut und das darunter liegende Gewebe gestrafft werden um ihm eine höhere Spannung zu geben. Ziel ist ein jüngeres Aussehen des Patienten. Zuerst wird ein Schnitt hinter dem Haaransatz auf dem Kopf oberhalb der Stirn bzw. hinter den Ohren durchgeführt. Dadurch wird die Haut verkürzt, was einer Straffung der Haut gleich kommt. Das Gewebe unter der Haut kann durch diesen Schnitt ebenfalls gekürzt und gestrafft werden. Das gleiche Prinzip um Falten verschwinden zu lassen wird auch am Hals angewendet (Halsstraffung).

3. Andere Methoden

Eine weitere Möglichkeit seine Gesichthaut zu straffen ist z.B. die operative Unterfütterung. Bei dieser Methode werden Transplantate in Form von schlauchförmigem Kunststoff (z. B. GoreTex) oder fadenförmiger Metalle (z.B. Goldfäden) in die Haut eingezogen.

Mit Hilfe dünner Nadeln werden die GoreTex- oder Goldfäden unter Falten oder schlaffes Gewebe gebracht und dort belassen. Dadurch lassen sich Stirnfalten von innen auffüllen. Dünne Fäden werden gitterförmig unter die Haut gebracht, um so die erschlaffte Muskulatur zu unterstützen und der Haut dadurch Spannkraft und Glätte zurückzugeben. Dickere Fäden werden mit 2 Stichen unter tiefe Falten gebracht. Die Theorie ist, daß der Körper durch eine natürliche Reaktion auf den Fremdkörper die Produktion von Kollagen und Elastin stimuliert, so dass das Bindegewebe die Fäden und das neu aufgebaute Bindegewebe im Idealfall zum Verschwinden der Falten führt.

Die Behandlung erfolgt in lokaler Betäubung und dauert mindestens 30 Minuten. Anschließend kann es zu Schwellungen kommen, die nach zwei Tagen verschwinden sollten. Außerdem treten oft bläuliche Verfärbungen auf, die bis zu sieben Tage anhalten können.

 

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